Oh nein! Nicht noch ein Depri-Blog!


Tach auch.

Nein, nicht noch ein Depri-Blog. Wenn du Fragen dazu hast, da links ist so ein Pinöppel zum draufklicken, da steht ein bisschen was über mich und auch, wozu dieses hübsches Häufchen Pixel gedacht sein soll.

Damit ich jetzt nicht nocheinmal ganz von vorne beginnen muss, wer ich bin, wie alt, woher und was ich hier mache und vorallem, was denn meine Krankenakte so hergibt, im Bezug auf die bedeutungsschwangere Beschreibung ebenfalls hier links, fang ich einfach an.

Ich fang einfach an zu sagen: Psyche ist echt scheiße.
Wahrscheinlich fällt einem das wirklich erst wieder so richtig auf, wenn der Glibberhaufen im Kopf das erste Mal seit ettlichen Jahren so richtig kacke drauf ist. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass das Gehirn dazu neigt, die wirklich unangenehmen Erfahrungen im Leben zu vergessen oder, wenn nicht das, emotional zu beschönigen, so, dass es einem nach einigen Jahren gar nicht mehr so schlimm vorkommt, wies wirklich war.
Und ich glaube es stimmt.
Ich hab echt blöde zwei Wochen hinter mir, streng genommen sogar noch mehr. Aber die letzten zwei Wochen waren echt richtig schön scheiße.
Angefangen hat alles mit zuviel Stress bezüglich meiner Studienortswahl, der sich so sehr aufgebauscht hat, dass ich mir quasi selbst eine Magenschleimhautentzündung verpasst habe. Das kam auch in der Vergangenheit schonmal vor. Man kennt das ja, der Magen ist das Wohlfühlzentrum des Körpers und wenn man zuviel um die Ohren hat, gehts ganz schnell, dass der Magen meckert.
Aber nicht in dem Ausmaß. Bei allen guten Göttern... Es hörte einfach nicht auf. Normalerweise gehe ich ja nicht zum Arzt, ich kenne mich und kann das handlen, aber naja. Diesmal gabs direkt zwei Arztbesuche. Den ersten, beim Kollegen von meinem eigentlichen Hausarzt, der zwar recht freundlich, aber auch ein viel zu überengagierter, junger Vertreter ist und mir direkt den ultimativen Säureblocker verschrieb (der mehr Nebenwirkungen hat, als ich Symptome hatte) und dann direkt loslegte, dass ich mein Medikament absetzen muss, das sei ja total veraltet und so weiter und so fort.
Irgendwie nicht so ganz das, was ich mir erhofft hatte, aber es wurde auch nicht besser in den nächsten Tagen. Unnötig zu sagen, dass ich den Blocker nicht nahm.:D
Wie dem auch sei, eine Woche später, nochimmer mit Beschwerden, wenn auch deutlich weniger, Termin bei meinem Hausarzt und der brachte mich innerhalb von fünf Minuten dazu in seiner Praxis loszuheulen.
Ich vegöttere diesen Mann, eine Schande, dass er Ende des Jahres in Rente geht. Er hat einen ganzheitlichen Ansatz, das heißt, er bezieht neben dem Körper immer auch (vorallem bei einer Vorgeschichte wie meiner) den Geist mit ein, was dazu führte, dass er sagte, ich darf mir nicht die Schuld dafür geben und mich bestrafen, weil der Stress mich übermannt hat und ich davon körperlich krank geworden bin, sondern muss mir, wo es mir nicht gut geht, Selbstmitgefühl zuteil werden lassen und mich besser um mich selbst kümmern. Vorallem aber Stress abbauen und zwar dringend.
Gesagt, getan...ich verbrachte die Nacht darauf mit der längsten Panikattacke der Welt, welche ich inzwischen als nichts weiter als eine gnadenlose Notreaktion meines Geistes beurteile und verbrachte den Tag darauf heulend, mit viel Zukunftsangst und wilden Überlegungen, noch mehr heulen und fiel schliesslich abends, dank Medis, total erschöpft ins Bett. Danach war es besser.
Das war vor zwei Tagen, gestern besuchte ich ein mir noch sehr fremdes Pferd, welches ich in Zukunft ein wenig umsorgen werde um dort ein wenig abschalten zu können. Gestern aß ich zum ersten Mal seit zwei Wochen etwas richtiges und nicht nur Bananen. Heute ebenso. Die Magenschleimhautbeschwerden sind weitesgehend weg. Von (fast) jetzt auf gleich.
Wieso ich das hier so runtertippe? Weil man manchmal einfach loslassen muss und weinen muss, bis man nicht mehr weinen kann, damit sich die Seele erleichtert und man ausbricht, aus seinem ewigen Gedankenstrudel.
Wie ich mal so schön hörte: Let die what needs to die.