Ein neuer Tag, ein neuer Haufen Scheiße.
So ungefähr gehts mir im Moment.
Jeden Tag ist irgendwas neues kacke und ich sitz mittendrin.
Das schlimme ist, ich weiß gar nicht, was ich tun soll.
Und nun sitz ich hier, heulend, wie so oft, ärgere mich über mich selbst und die Tatsache, dass ich machtlos und hilflos bin und einfach nur auf den Arm möchte. Irgendwer soll mir sagen, dass alles gut wird.
Mein Pseudooptimismus ala "Es geht schon weiter" hält ungefähr von 12 bis Mittag.
Dass ich mich an der Uni nicht wohl fühle ist ja nun nichts neues mehr.
Ich versuche seit Tagen mit Gesprächen herauszufinden, was es genau ist, was das Problem ist und so ganz dahinter gekommen bin ich noch nicht.
Vielleicht ist es die "We don't give a shit about you"-Einstellung der Uni, die einem sehr deutlich macht, wie wenig es jemanden juckt, ob man da ist oder nicht.
Vielleicht ist es auch die Umstellung von Schule auf Universität, was ja nunmal ganz anders ist.
Vielleicht habe ich aber mit Abschluss des Abiturs auch gleichzeitig mit "lernen" abgeschlossen oder aber ich finde dieses elendige Blabla der Dozenten einfach nur aus Desinteresse so sinnlos. Stichwort Studienfachwahl.
Vielleicht fühle ich mich auch zu alt zwischen den ganzen 17-22 jährigen, die sich mit ihrem NRW-Gymnasialabitur für so viel klüger und besser halten, obwohl die Prüfungen identisch waren.
Vielleicht ist Studium auch einfach nicht meins? Vielleicht bin ich auch unfähig? Vielleicht zu dumm? Zu faul? Zu undankbar?
Ich saß gestern im Kurs zu Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und habe mich gefragt, was zum Teufel ich eigentlich da mache. Ich hab weder richtig zugehört, noch Bock gehabt. Dann bin ich während des Kurses (in der Pause) einfach gegangen und habe im Anschluss den Kurs gewechselt, weil ich den Dozenten, der jünger war als ich, mit seiner monotonen Stimme und dem pseudoelitären Fremdwortgebraucht nicht ertragen konnte.
Es gibt/gab ja mehrere Pläne, für den Fall, dass das da nicht so läuft.
Ein Plan ist heute dann wohl gestorben, was mich wahrscheinlich erst zu diesem Post bringt.
Ich wollte mich telefonisch informieren, was ich tat, und erfuhr dann, dass so, wie ich mir das dachte, Plan B nicht machbar ist, aufgrund von gewissen Umständen. Wow, das nenne ich mal vage ausgedrückt.
Einen Plan B2 gibt es nicht, weil es schlicht einfach so umsetzbar ist und ich nicht gewillt bin hunderte von Kilometern fort zu ziehen.
Plan C (war ürsprünglich eher so Plan E, also eigentlich nicht existent), kam mir erst kürzlich in den Sinn und darüber werde ich mal nachdenken...
Denn zu allem Überfluss sorgt dieser ganze Brainfuck auch dafür, dass ich mich nur verstecken will und gemeinsame Unternehmungen mit dem Freund absage. Wie das so ist, wenn man nicht einmal sich selbst ertragen kann.
Und dann denk ich, ich würd gern einfach nur schreiben. Ein Buch vielleicht. Es gibt Ideen, aber ich finde keinen Anfangspunkt, wahrscheinlich weil ich mich selbst blockiere, so wie meistens.
I just dunno.